22.03.2021

Niemand soll allein sterben müssen!“ – Evangelische Allianz unterstützt Aufruf des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) hat sich ausdrücklich hinter einen Aufruf gestellt, den der Vorstand des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemein-den (BFP) Ende Januar angesichts der Belastungen durch die Corona-Pandemie an Verantwortliche in Regierung und Verwaltung ge-richtet hat. Darin heißt es: „Wir erleben, dass es haupt- und ehren-amtlichen Seelsorgern und Pastoren immer wieder unmöglich gemacht wird, sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten. Menschen sterben einsam in dieser Pandemie – das kann und darf nicht sein! Wir empfinden es als menschenunwürdig, wenn Sterben-den ihr Wunsch nach Begleitung durch den ihnen vertrauten Seelsorger in Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizeinrichtungen verwehrt wird.“Der deutliche BFP-Aufruf lautet: „Niemand soll allein sterben müssen. Niemand darf allein gelassen werden! Wenn Menschen gerade in dieser Phase seelsorgerliche Begleitung wollen, muss das möglich sein!“ Die Verantwortlichen in Regierung und Verwaltung ruft der BFP auf, „für Regelungen zu sorgen, die den Zugang zu in seelsorgerlicher Not befindlichen Menschen ermöglichen. Menschen müssen im Sterbeprozess begleitet werden dürfen – um Schaden vom Einzelnen und unserer ganzen Gesellschaft abzuwenden.“ Pastoren und Seelsorger, die von Gemeinden beauftragt sind, sollten als „systemrelevant“ eingestuft und ihnen sollte „der bevorzugte Zugang zur Covid-19 Schutzimpfung“ ermöglicht werden. Denn: „Nur gemeinsam können wir den Menschen in diesem Land dienen und Sterbenden einen würdevollen Abschied bereiten.“