Ausgabe 2/2019

"Wir sind dafür"

Der Beitrag der Christen für Gemeinde und Gesellschaft

Liebe EiNS-Leser,

um am Ziel anzukommen, ist es hilfreich, dieses zu kennen. Wer nur weiß, wo er nicht hinwill, lebt in der Ablehnung und Verneinung. Ein Ziel hat er damit noch lange nicht. Das gilt für den kleinen Wanderausflug am Wochenende genauso wie für unser Leben. Freilich, ist beim Wandern das Ziel klar, so kann der passende Weg gewählt und eine falsche Entscheidung an einer Wegkreuzung vermieden werden. Mit dem Gipfelkreuz im Ziel-Fokus erspart ein „Nein“ an der richtigen Stelle manch mühsamen Umweg und Abstieg ins Tal, wenn es doch eigentlich hätte aufwärts gehen sollen. Christen kennen das Ziel und leben mit einer Ewigkeitsdimension.

Dies gibt Hoffnung, auch für schwierige Situationen und die Kraft, auch in scheinbar ausweglosen Situationen nicht aufzugeben. Sich einzusetzen und „für“ etwas zu sein. „Da.für“ statt nur dagegen (daran ist auch das diesjährige SPRING-Motto angelehnt, vgl. S. 30). Lebensbejahend im „Ja“, statt in der Negation zu leben. Denn wir wissen, das größte, umfassendste und allein entscheidende „Ja“ hat der Schöpfer und Herr des gesamten Universums schon längst gesprochen. Er steht zu seinem Wort. Er ist für uns: „Da.für“ hat Er seinen Sohn gegeben.

Es ist wahr, weil wir davon überzeugt sind, drängt uns die Liebe Christi (2. Kor. 5,14), „da.für“ zu sein, u.a. für die Nächstenliebe, für die Einheit, für ein gelingendes Miteinander in der Gesellschaft, zwischen den Generationen, in Europa. Dieses Heft steckt voller ermutigender Beispiele und Impulse zu einer dafür-Haltung.

Vergelt’s Gott“, Hartmut Steeb!

Gott baut sein Reich und „da.für“ lohnt sich jeder Einsatz. Diese Erfahrung hat Hartmut Steeb in über drei Jahrzehnten als Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) gemacht. Nicht theoretisch, sondern im unermüdlichen täglichen Einsatz. Dafür sind wir ihm, aber auch unserem himmlischen Vater von Herzen dankbar.

Am 12. Juni 2019 wird Hartmut Steeb seine Verantwortung als Generalsekretär der DEA zurückgeben. Einen ersten Rückblick auf „seine“ Jahre gibt er im großen Bilanz-Interview (Seite 20).

Mit Hartmut Steeb hat Gott der Evangelischen Allianz ein besonderes Geschenk gemacht. Er hat sie geprägt. Er war nicht nur das Gesicht der Evangelischen Allianz, sondern auch ihr Herz und Verstand, ihre Hand und ihr Fuß. Genauso hat Hartmut Steeb auch agiert: Mit Herz und Verstand. Was er tat, hatte Hand und Fuß. Die Liebe Christi hat ihn gedrängt, motiviert und Kraft gegeben, „da.für“ zu sein, das Leben zu fördern und in allem Gott an die erste Stelle zu setzen. Weil sein Leben von Gottes großem „Ja“ geprägt ist, hatte er auch die Kraft, falschen Entwicklungen sein entschiedenes „Nein“ entgegenzusetzen.
Geprägt von der Liebe zu Gott und den Menschen widerstand er der Versuchung, dem Zeitgeist zu huldigen oder einen bequemen Weg zu wählen. Fünfe ließ er nie gerade sein, jedoch spielte er nie die Liebe gegen die Wahrheit aus.
Das Ziel immer fest im Blick, steuerte er die Evangelische Allianz durch eine Zeit mit historischen Umbrüchen und immensen gesellschaftlichen Herausforderungen. Vieles wäre ohne ihn nicht möglich gewesen. Durch seinen Dienst und seine Leitung erkennen wir staunend, dass Gott immer noch in großer Treue zu seinen Verheißungen aus der Gründungszeit der DEA steht. Und dies seit über 170 Jahren. Dies ist der tiefste Grund, warum wir anbetend zurück und hoffnungsvoll nach vorn schauen dürfen. „Da.für“ gibt es nur ein Wort: Danke! Und, vergelt‘s Gott, lieber Hartmut!

Im Vertrauen, dass unser fürsorgender Gott die Evangelische Allianz auch auf dem neuen Wegabschnitt weiterhin treu geleiten wird, grüßt
Sie herzlich
Ihr

Dr. Reinhardt Schink
künftiger Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz

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