Allianzkonferenz 2020 ... immer schön Abstand halten

Die "ausgefallenen" Treffen

Allianzkonferenz und SPRING: In diesem Jahr war (fast) alles anders

Die etwas @ndere Allianzkonferenz – in und aus Bad Blankenburg: Ein Blick hinter die Kulissen

Kann in diesem Jahr überhaupt eine Allianzkonferenz stattfinden und was können wir in dieser neuen Situation leisten? Wie können wir die Menschen erreichen, was geht vor Ort? Unzählige Fragen hatten die Verantwortlichen in der Zeit des Lockdowns schnell zu beantworten. Nachdem Mitte April klar war, dass Großveranstaltungen bis Ende August verboten sein würden, galt es zu klären, ob die Allianzkonferenz ausfallen, nur digital oder ganz anders stattfinden sollte. Das Ergebnis: die „etwas @ndere Allianzkonferenz“. Wir ahnten nicht, welche Herausforderungen  damit verbunden waren ...
Eine der ersten Entscheidungen war: Die 125. Allianzkonferenz wird als Jubiläumskonferenz erst im Jahr 2021 gefeiert. Das Programm dafür war weit gediehen. Nun soll es, soweit möglich, im kommenden Jahr umgesetzt werden. Aber auch die etwas @ndere Konferenz wird die folgenden Konferenzen verändern.

Zunächst dachten wir an eine „Allianzkonferenz-Digital“. Doch was sollte aus denen werden, die schon ihr Quartier vor Ort gebucht hatten? Im Allianzhaus waren durch die besonderen Umstände Plätze frei geworden. Wir wollten die historische Konferenzhalle als Identifikationspunkt nutzen. So entstand der Plan, die traditionellen Veranstaltungen morgens und abends in verkürzter Form durchzuführen und zu übertragen – eine Veranstaltung im hybriden Format.
Damit verbunden war der Wunsch, dass Ortsallianzen das Angebot für eigene Veranstaltungen nutzen. Die Jugendvertreter waren schnell mit Ideen für eine digitale Jugendkonferenz aktiv. Sie bildeten eine eigene Arbeitsgruppe. Im Rückblick konnten sie an vier Tagen insgesamt sieben Stunden Livestream im Jugendprogramm übertragen.

Dazu gehörte die erste Online-Late-Night-Show mit interessanten Gesprächspartnern: Die YouTuberin Jana Highholder, Susi Childers (Hawaii), Rebekka Fiedler (Hongkong) und andere gaben Einblick in das breite Spektrum der Allianz. SoulDevotion Music begleitete das Programm musikalisch. Besonders gefragt war das Lobpreiskonzert der Outbreakband, das in den Folgetagen über 2.000 Mal aufgerufen wurde. „Auf diese Weise haben wir mehr Menschen erreicht als bei vorigen Konferenzen“, sagte Christopher Dehn, der für das spezielle Online-Jugendprogramm Verantwortung trug. Mit den Worten „Wir wollen weitermachen!“ rief er bei der Abschlussveranstaltung zum Gebet für diese Aufgabe auf. Das alles erforderte eine intensive, komplexe Vorbereitung. Kameraleute, Tontechniker, Bildmischer – vieles war neu und brauchte professionelle Unterstützung für eine gute Qualität. Kosten entstanden, weil manches an Technik angemietet werden musste. Rechtliche Fragen für die Übertragung mussten geklärt werden.

 

„Die Allianzkonferenz lebt!“

Für die Jubiläumskonferenz verfasste die Schauspielerin Mirjana Angelina ein Bühnenstück über das Leben der Gründerin des Allianzhauses. Die Uraufführung konnte wegen der Corona-Maßnahmen nicht stattfinden. Für die Eröffnung der etwas @nderen Allianzkonferenz erarbeitete sie kurzfristig ein anderes Stück, das Interesse für die historische Persönlichkeit weckt. Ab September wird Mirjana Angelina mit dem Bühnenstück „Anna von Weling – eine Frau mit Vision“ auf Tournee gehen (Termine können noch gebucht werden).
Während es im Jugendprogramm auch Onlinemeetings gab, wurden die klassischen Veranstaltungen auf YouTube übertragen, mit erneut vielen technischen Fragen. Wie sollte die etwas @ndere Allianzkonferenz ablaufen? Die Vorbereitungen begannen bei null. Niemand hatte damit gerechnet, dass daraus ein reichhaltiges Programm entstehen würde! Viele waren bereit mitzudenken und mitzuarbeiten.Die Herausforderung war, alles zu koordinieren und in kürzester Zeit die Veranstaltungen mit Leben zu füllen.
Dabei besann sich die Allianz auf die eigenen Leute. Die Arbeitskreise gestalteten jeweils eine Veranstaltung. Bei den Teilnehmern vor Ort kam das gut an. Viele lobten den Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche, die oft kaum bekannt sind. Dennoch empfand niemand, dass ein „Ersatzprogramm“ geboten wurde.
Für die Veranstalter war vieles neu und musste in kurzer Zeit entschieden werden. Referenten sagten kurzfristig ab, Ersatz musste gefunden werden, die Kameras kamen im letzten Moment in Bad Blankenburg an, und es war nicht klar, wie viele Menschen vor Ort zu erwarten waren – und alles vor dem Hintergrund der Corona-Auflagen.Hausleiterin Gabriele Fischer-Schlüter hatte ein aufwändiges Hygienekonzept erarbeitet, dessen Umsetzung zusätzliche Kräfte erforderte. Dankbar stellten wir fest, dass die überwiegende Zahl der Besucher sich daran hielt. Vereinzelte, selbsternannte „Corona-Rebellen“ gaben ihre Protesthaltung im Verlauf der Tagung auf: Für uns Mitarbeiter war das eine von vielen Gebetserhörungen in diesen spannenden Tagen. Traditionell begleitet eine Gebetsfreizeit die Konferenz. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar.
Nach Information von Gabriele Fischer-Schlüter nahmen täglich 180 Personen an den Veranstaltungen in der Konferenzhalle teil; gleichzeitig waren bis zu 2.000 User eingeloggt. Zum Abschlussgottesdienst am Sonntag füllte sich die Halle mit weit über 200 Personen. Von Online-Teilnehmern kamen dankbare Rückmeldungen und die Aufforderung: „Bitte im nächsten Jahr wieder!“
„Die Allianzkonferenz lebt! Trotz Corona-Einschränkungen lebt sie vor Ort und per Livestream!“: So fasste Ekkehart Vetter unsere Erfahrungen während dieser aufregenden Tage gut zusammen.
(Die Hauptveranstaltungen der etwas @nderen Allianzkonferenz sind noch online zu sehen. Info: www.allianzkonferenz.de/livestream. Die 125. Allianzkonferenz wird als Jubiläumskonferenz vom 28. Juli bis 1. August 2021 stattfinden).

Zur Autorin

Margitta Rosenbaum ist Mitglied des Konfernzausschusses.