Ausgabe 4/2017

Als Pilger und Fremde unterwegs
Das Magazin zur Allianzgebetswoche 2018

Zeit zum Ruhen und Rasten

Liebe Leserinnen und Leser,

oft gehörte er zum Inhalt des Abendgebets meines Vaters zum Tagesabschluss. Seit frühen Kindheitstagen hat sich mir deshalb dieser Vers von Gerhard Tersteegen tief eingeprägt: „Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht von dieser Zeit.“ Schon als Kinder wurden wir gelehrt, dass unser Leben auf die Ewigkeit ausgerichtet ist. Das Hier und Jetzt mag je nach Lebensführung und persönlichen Umständen sehr unterschiedlich sein. Dabei mag es Phasen des Wohlergehens geben und schier übermenschliche Schmerzen und Anstrengungen. Letztlich gilt für uns alle: Wir sind auf der Wanderschaft, unterwegs.

Unterwegs mit Gott. Er hat den Anfang gesetzt. Er hat uns den Weg in diese Welt eröffnet. Unsere Eltern und Geschwister sind wie unsere Gene und unser Gabenprofil gegebener Teil dieses Lebens. Wir leben, weil der lebendige Gott uns ins Leben gerufen hat. Er weiß am besten, wie dieses Leben gelingen kann. Deshalb hören wir auf sein Wort. Deshalb lesen wir es. Deshalb halten wir uns daran. In unserem eigenen Interesse. Weil Leben dann am besten gelingt, wenn wir uns an die Hand des Guten Hirten begeben. Er stellt uns sein großes Ziel vor Augen: die ewige Gemeinschaft mit Ihm. Darauf gehen wir zu. Da wollen wir hin. In den Himmel. So ist unser Leben ein Wandern auf dieses Ziel hin.

Wir sind unterwegs mit anderen Menschen. Wir gestalten das Miteinander. Wie in einer großen Wandergruppe schauen wir, dass alle mitkommen, dass die Einheit bewahrt bleibt (Epheser 4,3). Es ergeben sich unendlich viele Aufgaben auf dieser Wanderschaft. Es ist eine herausfordernde Tour, mit vielen von Gott gegebenen Aufgaben: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan“ (1. Mose 1,28). Wir sind gesetzt, diese „Erde zu bebauen und zu bewahren“ (1. Mose 2,15), sie zu gestalten. Das meint neben den Aufgaben für die Bewältigung des täglichen Lebens mit Ackerbau, Forst- und Landwirtschaft natürlich auch die Ökologie und die Bewahrung der Schöpfung. Auch die soziale Gestaltung der Welt ist damit gemeint und was wir zum Miteinander der Menschen in dieser Welt beitragen. Wir haben einen gesellschafts-gestaltenden Auftrag.

Bei diesem Unterwegssein gibt es auch Oasen, Zeit zum Ruhen und Rasten. Darum hat Gott den siebten Tag geheiligt. Schon lange vor dem verdienstvollen Einsatz von Gewerkschaften hat Gott den Sonntagsschutz in seiner guten Ordnung zum Wohle der Menschen bedacht. Er tut dem Menschen gut. Eine Oase am Tag ist auch die Stille Zeit, die wir uns nehmen zur besonderen Gemeinschaft mit Gott, im Hören auf sein Wort, zum Gebet, zum Gespräch mit Ihm.

Besondere Oasen sind Zeiten des Gebets zusammen mit anderen Menschen, wo Gottes Volk zusammenkommt, innehält, sich gemeinsam ausrichtet auf den lebendigen Gott. So dürfen wir die Internationale Allianzgebetswoche verstehen. Darum laden wir dazu ein, an allen Orten in unserem Land vom 14. bis 21. Januar 2018 Gebetsveranstaltungen abzuhalten. Oasen laden ein zum Ruhen und Rasten auf dem Weg zum Ziel. Hin zu seiner Ewigkeit. Wir sind geboren um Gottes Willen. Er will uns auf der Wanderschaft durch diese Welt begleiten, aber er will auch noch in der Ewigkeit und dann erst recht, Gemeinschaft mit uns haben, mit all jenen, die als Kinder Gottes unterwegs und dann am Ziel sind. „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu heißen“ (Johannes 1,12).

Aufgabe der Evangelischen Allianz ist und bleibt, sein Volk zu sammeln zum Gebet, zum Hören auf sein Wort, als Gemeinschaft der Einladenden zu Ihm und als solche, die als dazu von Gott Beauftragte und Befähigte seine Erde bebauen, bewahren und gestalten. Sind Sie mit dabei in dieser Gemeinschaft?

Herzlich willkommen sagt
Ihr Hartmut Steeb

Beiträge der Ausgabe

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